Aktuelles 

Projektaufruf 2022 

Werden Sie selbst aktiv! 

 

Vereine, Schulen und Kitas können Ideen sammeln und Projektförderungen beantragen

Wenn Spielerinnen und Spieler aus vier verschiedenen Nationen gemeinsam kicken, Fremde beim gemeinsamen Werken zu Freunden werden oder ein Rabbi zum Dialog einlädt, wird Demokratie gefördert und Vielfalt gestaltet. Seit nun mehr sechs Jahren setzen sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region im Rahmen von „Demokratie leben!“ für Toleranz, sowie gegen Extremismus und Diskriminierung ein. Mit dem Programm fördert das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit 2015 Projekte von Partnerschaften – darunter auch die Verbandsgemeinde Saarburg-Kell. Das Lokale Bündnis für Familie in der VG Saarburg e.V. kümmert sich auch in dieser Förderperiode um die Steuerung und der Verbandsgemeindejugendring Saarburg e.V. um das Jugendforum. Als federführendes Amt ist die Verwaltung beteiligt.

 

Seit 2015 konnten durch die Partnerschaft inzwischen viele Projekte umgesetzt werden, viele davon auch in den Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde. Das Programm ist ein gutes Instrument, um Aufklärungsarbeit zu leisten, präventive Maßnahmen und nachhaltige Zukunftskonzepte zu entwickeln. Dies geschieht in einem demokratischen Miteinander aller Bevölkerungsgruppen, besonders auch für Jugendliche im Rahmen eines Jugendforums.

 

Für das Jahr 2022 können wieder Anträge durch aktive Vereine und Initiativen, die Projekte in den folgenden Themenfeldern durchführen möchten, gestellt werden:

Projekte zur:

• Förderung des Erhalts und der Stärkung der Demokratie

• Gestaltung von Vielfalt in der Gesellschaft

• Vorbeugung gegen Extremismus

 

Im Handlungsfeld "Demokratieförderung" wird das Ziel verfolgt, demokratische Teilhabe und zivilgesellschaftliche Konfliktregulierung zu stärken. Im Handlungsfeld "Vielfaltgestaltung" sollen Projekte die Selbstverständlichkeit von Vielfalt und Respekt, die Anerkennung von Diversität und die Arbeit gegen Ideologien der Ungleichheit fördern. Im Handlungsfeld "Extremismusprävention" werden die zentralen Formen ideologischer Radikalisierung bearbeitet: Rechtsextremismus, islamistischer Extremismus und linker Extremismus.

Trägern, die ein Einzelprojekt durchführen wollen, steht die Koordinierungs- und Fachstelle von Anfang an zur Seite. Diese ist unter info@saarburg-vielfalt.de erreichbar. Viele nützliche Informationen und Hilfestellung bei der Antragsstellung sind unter dieser Seite zu finden: Von der Idee zum Projekt!

Verschwörungstheorien in Pandemie-Zeiten

Eine globale Krise wie die Corona-Pandemie führt zu großer Unsicherheit. In diesen Zeiten erfahren Verschwörungstheorien besonders viel Aufmerksamkeit. Die komplexe Wirklichkeit wird auf das Wirken einzelner Gruppen und Personen (Bsp. Bill Gates) reduziert.

Wer eine kleine Gruppe Mächtige für alles Negative in der Welt verantwortlich macht, personalisiert und simplifiziert ein sehr vielschichtigeres Problem. Diese Personalisierung führt zu Hass auf diese kleine gruppe Mächtige, die für alles Übel auf der Welt verantwortlich gemacht werden. Häufig handelt es sich dabei um antisemitische Verschwörungstheorien, die von einer jüdischen Weltverschwörung ausgehen.

Das Ziel von Verschwörungstheorien ist nicht der Erkenntnisgewinn, sondern die Suche nach Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen. Zudem bieten Sie leicht zugängliche Identitätsangebote. Anhänger von solchen Weltbildern fühlen sich als „Aufgewachte“, die im Gegensatz zu Wissenschaft, den Kreislauf der Dinge verstanden haben und für das Gute gegen die bösen Wirkmächte antreten. Dies repliziert den Gedanken etwas besonderes zu sein. Dahingehend wirken Verschwörungsideologien manipulativ und legitimieren Reaktionen des Hasses und gar der Gewalt gegenüber der Bedrohung der „Verschwörer“.

Ein weiteres Problem an diesen Verschwörungserzählungen ist es, dass sie einer solidarischen, vernünftigen Bearbeitung der Krise im Weg stehen und die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entgegenwirken. Somit gilt es diesen Erzählungen mit Vernunft und Erkenntnis entgegenzutreten, Leben zu schützen und unsere demokratischen Grundwerte zu verteidigen.

 

Falls ihr euch intensiver mit dem Thema beschäftigen wollt, bekommt ihr hier einige Anregungen dazu:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/wissen-was-wirklich-gespielt-wird-2/

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/projekte/no-world-order/

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/2-x-6-punkte-gegen-verschwoerungsdenken-57665/

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/umgang-mit-verschwoerungstheoretikern-deradikalisieung-rechtsextremisten-strategien-verhalten

"So geht´s nicht weiter - Warum Demokratie nur im Miteinander funktioniert." 

Online Veranstaltung der PFD Saalfeld-Rudolstadt

 

Worum geht es? Unsere Gesellschaft steht zunehmend unter Druck. Schon seit Jahren beobachten wir eine schleichende Spaltung der Gesellschaft in deren Folge nicht nur die demokratische Diskussions- und Debattenkultur leidet. Positionen und Meinungen verhärten sich. Konsensfindung und Kompromisslösungen sind in bestimmten Themenbereichen kaum noch vorstellbar. Durch die Corona-Pandemie hat diese Entwicklung noch einmal an Dynamik gewonnen. Die aktuelle Impfdiskussion zeigt, dass die unterschiedlichen Sichtweisen das Potenzial haben Familien und Freundeskreise zu zerstören. Auch führt sie zu einer gefährlichen Radikalisierung gesellschaftlicher Gruppen. Dies machen sich vor allem diejenigen zunutze, die schon länger versuchen unsere Demokratie zu destabilisieren. Mit der Online Veranstaltung wollen unsere Partner in Saalfeld-Rudolstadt auf diese brennenden Themen unserer Zeit reagieren. 

 

Bei der ersten Veranstaltung wurden die Ursachen, Ausprägungen und Wirkungen aktueller gesellschaftliche Veränderungsprozesse thematisiert. In der Online-Veranstaltung am Dienstag 18.01., 18.00 Uhr, widmen sie sich nun der Frage, wie wir auf diese reagieren können. Wie gelingt es möglichst viele Menschen zusammenzubringen und an diesen Prozessen aktiv zu beteiligen? Wie kann ein sachlicher Diskurs zu wichtigen Zukunftsfragen geführt werden, der der Meinungsvielfalt Rechnung trägt und zu guten Ergebnissen kommt? Was braucht es, um demokratische Prozesse und Verfahren, insbesondere in Krisenzeiten zu stärken? Wie kann unsere Demokratie weiter- bzw. fortentwickelt werden und was braucht es dafür?

Für die Erörterung und Diskussion dieser und weiterer Fragen steht Frau Prof. Dr. Brigitte Geißel als Referentin zur Verfügung. Sie ist Leiterin der Forschungsstelle 'Demokratische Innovationen' an der Goethe Universität in Frankfurt am Main.

 

Das digitale Format ermöglicht allen Interessierten die Teilnahme. Anmeldungen sind bis zum 14.01.2022 per Mail an zukunftsladen@diakonie-wl.de möglich. Sie erhalten dann am 17.01.2022 die notwendigen Zugangsdaten für die Veranstaltung. 

Stolpersteine-Rundgang zum Holocaust-Gedenktag 

kostenfrei

 

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust bietet die Stadt Saarburg einen kostenlosen Stadtrundgang „Stolpersteine erzählen“ mit Edith van Eijck vom Arbeitskreis Stolpersteine an. Der Rundgang startet am Donnerstag, 27. Januar um 14 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Gebäude der DRK-Sozialstation in der Bahnhofstraße 4 in Beurig. Für die Teilnahme ist eine Anmeldung im Kulturbüro der Stadt Saarburg per E-Mail an amueseum@saarburg.de oder telefonisch unter 06581 99 46 42 erforderlich. Es handelt sich um eine 2G-Veranstaltung.

 

In Saarburg erinnern 32 Stolpersteine an Mitbürgerinnen und Mitbürger der Stadt, die in der NS-Zeit verfolgt, deportiert oder ermordet wurden. Sie finden sich vor vielen Häusern im Stadtzentrum und in Beurig. Der Rundgang am 27. Januar thematisiert hauptsächlich die Geschichten der Beuriger Familien. Die Stolpersteine sollen die Menschen nicht zum „Stolpern“ bringen, sondern zum Nachdenken, indem sie das individuelle Schicksal der Menschen in den Vordergrund stellen.

 

Weitere Informationen zum Thema stellt die Stolpersteine-Webseite bereit. Interessierte, die den Rundgang an diesem Tag nicht wahrnehmen können, haben hier die Möglichkeit die Lage der Stolpersteine mit Hilfe einer Karte zu lokalisieren, mehr über die Menschen und deren Schicksale sowie über das gesamte Stolperstein-Projekt zu erfahren. Dieses hält bereits in rund 1.200 Kommunen und Städten in Deutschland und europaweit in 26 Ländern die Erinnerung an die Verfolgung, Vertreibung und Ermordung von Menschen während der Nazi-Zeit wach. Außerdem ist der Rundgang "Stolpersteine erzählen" für Gruppen buchbar. Anfragen können an das Kulturbüro der Stadt Saarburg gerichtet werden.

 

Der Internationale Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust (International Holocaust Remembrance Day) am 27. Januar wurde im Jahr 2005 von den Vereinten Nationen zum Gedenken an den Holocaust und den 60. Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau eingeführt.

 

Mehr Infos zu den Stolpersteinen unter www.stolpersteine-saarburg.de
Mehr zum Thema Vielfalt unter www.saarburg-vielfalt.de

 

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