Aktuelles 

Völkermord von Srebrenica

Vor 25 Jahren, im Juli des Jahres 1995, wurden mehr als 8000 Bosniaken ermordet. Im Zusammenhang mit diesem Massaker wird oft vom schlimmsten Kriegsverbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg gesprochen. Srebrenica ist eine Stadt im Osten von Bosnien und Herzegowina, nahe der Grenze zu Serbien.  
 
Slobodan Milošević, zu jener Zeit Präsident und Kriegsherr der Republik Serbien, wollte das serbische Reich, getrieben von einem skrupellosen Nationalismus, um alle serbischen Siedlungsgebiete des ehemaligen Jugoslawien ausweiten. 1994 hält die bosnisch-serbische Armee mehr als 70 % des bosnischen Territoriums. In den eroberten Gebieten wurden keine bosnischen Muslime geduldet, was dazu führte das sich vereinzelte muslimische Enklaven im Norden und Osten Bosniens bildeten. Einer dieser Enklaven bildete die Stadt Srebrenica, zwischenzeitlich Zufluchtsort für mehr als 40.000 Menschen. Umzingelt von serbischen Milizen standen die Verfolgten unter dem Schutz der Vereinten Nationen. Niederländische Blauhelmsoldaten, die Friedenstruppen der Vereinten Nationen, waren dazu in Srebrenica stationiert.
 
Am 11. Juli 1995 drangen die Milizen in Srebrenica ein, fast alle Muslimen hatten bis dato die Stadt verlassen. Die meisten suchten Schutz im nahe liegenden Lager der niederländischen UN-Truppen. Als die serbisch-bosnischen Streitkräfte ins Lager vordrangen, leisteten die in Zahl maßlos unterlegenen UN-Truppen keinen Widerstand. Die Frauen trennte man von den männlichen Muslimen und fuhr sie fort. Die Männer und Jungen wurden erschossen. Geflüchtete wurden gejagt. Mehr als 8000 Menschen wurden getötet. 
 

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Verfassungsschutzbericht 2019 - Zahl der Extremisten steigt

Am Donnerstag stellte der Bundesinnenminister Horst Seehofer gemeinsam mit Verfassungsschutzpräsident Thomas Haldenwang den Verfassungsschutzbericht für das Jahr 2019 vor. Die Gewaltbereitschaft ist laut Verfassungsschutzbericht in nahezu allen extremistischen Bereichen gestiegen. Als größte Bedrohung für die Sicherheit in Deutschland bennent der Innenminister den Rechtsextremismus. Auch Haldenwang schließt da an und spricht im Kontext der neuen Rechten von den "Superspreadern" von Hass, Radikalisierung und Gewalt. Beunruhigend wird ebenso ein starker Anstieg von Straftaten aus dem linksextremen Spektrum wahrgenommen. Die Gefahr durch den Islamismus wird als unverändert hoch eingestuft.

 

Laut dem Bericht liegt die Zahl der als Rechtsextremisten eigestuften bei 32.080. Als gewaltbereit werden davon 13.000 eingestuft. 2019 wurden 21.290 Straftaten mit rechtsextremisitischem Hintergrund verübt.

Die Zahl der als Linksextremisten eingestuften liegt bei 33.500. 9.200 werden davon als gewaltbereit eingestuft. 2019 wurden 6.449 Straftaten mit linksextremistischem Hintergrund verübt. 

 

Alles in allem zeigt der Bericht, dass wir etwas tun müssen, und zwar gesamtgesellschaftlich. Auf allen Ebenen müssen wir zeigen, dass Extremismus in jeglicher Form keinen Platz in unserer Gesellschaft hat und das wir entschlossen hinter unseren demokratischen Grundwerten stehen. Anschläge wie beispielsweise in Halle oder Hanau dürfen nicht vergessen werden, extremistische Aussagen in unserer Nachbarschaft dürfen nicht stillschweigend hingenommen werden.

 

Ihr möchtet mehr zu diesem Thema erfahren?

Kein Problem! Hier bekommt ihr dazu einige Anregungen:

https://www.tagesschau.de/inland/verfassungsschutz-extremismus-101.html

Hier gibt es den Verfassungsschutzbericht zum Download:

https://www.verfassungsschutz.de/de/oeffentlichkeitsarbeit/publikationen/verfassungsschutzberichte

https://www.bpb.de/politik/extremismus/

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Black Lives Matter

Der gewaltsame Tod an George Floyd durch einen Polizisten löst überall in der USA Proteste aus. Diese Proteste prangern Probleme an, die tief in der amerikanischen Geschichte verankert sind: Polizeigewalt, Brutalität und Ungerechtigkeit gegen Afroamerikaner. Black Lives Matter ist eine Bewegung die sich seit Jahren gegen strukturellen Rassismus einsetzt. Denn der Tod von George Floyd durch Polizeigewalt ist keinesfalls ein Einzelfall, immer wieder kommt es zu solchen Grausamkeiten, in denen Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe Gewalt angetan wird. 

Leider wird sich mittlerweile in vielen Debatten mehr über die Proteste gegen Rassismus aufgeregt als über den Rassismus selbst. Viele stellen sich auch die Frage, ob und inwiefern sich weiße Menschen einmischen und solidalisieren sollten. Daher wollen wir hier einige Anregungen geben, sich wirklich mit dem Thema Rassismus auseinanderzusetzen. Gerne könnt Ihr euch auch in der Kommentarspalte kundtun und uns eure Meinung mitteilen.

 

Ihr möchtet euch gerne mit diesem Thema auseinandersetzen?

Kein Problem! Hier bekommt ihr dazu einige Anregungen:

https://m.bpb.de/politik/grundfragen/rassismus/

https://twitter.com/thEMANacho/status/1267609472589090816

Buch: "Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen" von Alice Hasters

https://www.zeit.de/zeit-wissen/2020/01/diskriminierung-antirassismus-adolph-freiherr-knigge-update | Der Antirassismus-Knigge

https://www.youtube.com/watch?v=NLQdFeZMSbQ | Zwischen Rassismus und Neugier: Woher kommst du?

https://www.youtube.com/watch?v=YfbLPVqJi2k | Rassismus in den USA: Von den Anfängen bis heute

Dokumentation: "I Am Not Your Negro" (Bei YouTube und Netflix)

 

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Verschwörungstheorien in Zeiten von Corona

Eine globale Krise wie die Corona-Pandemie führt zu großer Unsicherheit. In diesen Zeiten erfahren Verschwörungstheorien besonders viel Aufmerksamkeit. Die komplexe Wirklichkeit wird auf das Wirken einzelner Gruppen und Personen (Bsp. Bill Gates) reduziert.

Wer eine kleine Gruppe Mächtige für alles Negative in der Welt verantwortlich macht, personalisiert und simplifiziert ein sehr vielschichtigeres Problem. Diese Personalisierung führt zu Hass auf diese kleine gruppe Mächtige, die für alles Übel auf der Welt verantwortlich gemacht werden. Häufig handelt es sich dabei um antisemitische Verschwörungstheorien, die von einer jüdischen Weltverschwörung ausgehen.

Das Ziel von Verschwörungstheorien ist nicht der Erkenntnisgewinn, sondern die Suche nach Informationen, die das eigene Weltbild bestätigen. Zudem bieten Sie leicht zugängliche Identitätsangebote. Anhänger von solchen Weltbildern fühlen sich als „Aufgewachte“, die im Gegensatz zu Wissenschaft, den Kreislauf der Dinge verstanden haben und für das Gute gegen die bösen Wirkmächte antreten. Dies repliziert den Gedanken etwas besonderes zu sein. Dahingehend wirken Verschwörungsideologien manipulativ und legitimieren Reaktionen des Hasses und gar der Gewalt gegenüber der Bedrohung der „Verschwörer“.

Ein weiteres Problem an diesen Verschwörungserzählungen ist es, dass sie einer solidarischen, vernünftigen Bearbeitung der Krise im Weg stehen und die getroffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie entgegenwirken. Somit gilt es diesen Erzählungen mit Vernunft und Erkenntnis entgegenzutreten, Leben zu schützen und unsere demokratischen Grundwerte zu verteidigen.

 

Falls ihr euch intensiver mit dem Thema beschäftigen wollt, bekommt ihr hier einige Anregungen dazu:

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/publikationen/wissen-was-wirklich-gespielt-wird-2/

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/projekte/no-world-order/

https://www.amadeu-antonio-stiftung.de/2-x-6-punkte-gegen-verschwoerungsdenken-57665/

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2020-06/umgang-mit-verschwoerungstheoretikern-deradikalisieung-rechtsextremisten-strategien-verhalten

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Internationaler Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit  

Heute vor 30 Jahren beschloss die Weltgesundheitsorganisation Homosexualität aus dem „Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ zu streichen. Trotzdem ist Homosexualität in vielen Ländern dieser Welt noch immer illegal und wird unter Strafe gestellt. In Deutschland dürfen homosexuelle Paare seit 2017 heiraten und Kinder adoptieren. Dennoch wird Homosexualität in weiten Teilen unserer Gesellschaft immer noch verachtet oder als unnatürlich verleumdet. 43 % der Homo-, Bi-, Trans- und Intersexuellen in Deutschland leben ihre sexuelle oder geschlechtliche Identität nicht aus- aus Angst vor Diskriminierung.

Es ist fundamental anzuerkennen, dass Menschen unterschiedlich und dennoch gleichwertig sind. Erhebt eure Stimme für Menschen die ausgegrenzt und diffamiert werden, weil sie bestimmten gesellschaftlichen Rollenbildern nicht entsprechen. Menschen können sich nur frei entfalten, wenn sie keine Angst haben müssen, aufgrund ihres Geschlechtes oder ihrer Sexualität ausgegrenzt zu werden.

(17.05.2020)

 

Falls ihr euch intensiver mit dem Thema beschäftigen wollt, bekommt ihr hier einige Anregungen dazu:

https://www.youtube.com/watch?v=C6OR82i2hA4

https://www.zdf.de/nachrichten/politik/verbot-konversionstherapie-homosexuelle-100.html

https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2014-01/leseraufruf-homophoie-ergebnisse

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Der 08. Mai und das Ende des Zweiten Weltkriegs

Heute vor 75 Jahren endete mit der Kapitulation der Wehrmacht der Zweite Weltkrieg. In vielen Ländern der Welt wird daher am 08. Mai die Befreiung vom Nationalsozialismus gefeiert.

Für viele Menschen bedeutete dies das Ende eines Regimes des Schreckens, die Befreiung aus Konzentrationslagern und die Hoffnung auf bessere Zeiten. Für andere bedeutete dieser Tag, der Beginn von Kriegsgefangenschaft und dem Bewusstsein den Krieg verloren zu haben. Heute sprechen wir ganz selbstverständlich vom „Tag der Befreiung“, aber repräsentierte dies auch das Kollektivbewusstsein der Deutschen einstiger Generationen? Zudem tun sich viele Diskussionen darüber auf, ob wir Deutschen als Aggressor dieses furchtbaren Krieges mit einem „Tag der Befreiung“ nicht unsere eigene Kriegsschuld relativieren? An anderen Stellen wird gefordert, dass der „Tag der Befreiung“ zum gesetzlichen Feiertag ernannt werden soll. Wie denkt ihr darüber?

(08.05.2020)

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